Schlafapnoe

 

Der Ausdruck Apnoe leitet sich vom griechischen Wort für Windstille ab und bezeichnet eine Atempause, die mindestens zehn Sekunden dauert. Das obstruktive Schlafapnoesyndrom ist sozusagen eine Steigerung des krankhaften Schnarchens. Zwischen beiden Krankheitsbildern bestehen fließende Übergänge. Der Mechanismus der Entstehung entspricht dem beim Schnarchen geschilderten.

img_schlafapnoe

Vom Partner werden zusätzlich zum lauten und unregelmäßigen Schnarchen häufig Atempausen beobachtet. Diese dauern zwischen 10 Sekunden und im Extremfall weit über eine Minute lang an. Beendet werden die Pausen mit einigen tiefen und lauten Atemzügen mit Schnarchen, oft auch Bewegungen der Beine oder Arme des Schläfers.


Ursache hierfür ist eine lebensrettende Weckreaktion (Arousal), die verhindert, dass der Betroffene im Schlaf erstickt. Dabei wird der gesamte Körper aktiviert: die Muskeln spannen sich wieder an wie im Wachzustand, das Herz schlägt schneller und fängt in manchen Fällen zu stolpern an, der Blutdruck steigt kurz auf teilweise sehr hohe Werte an. Der Schläfer wacht dabei normalerweise nicht völlig auf, sondern wird nur aus tieferem Schlaf in ein leichteres Schlafstadium "kurz vor dem Aufwachen" versetzt. Deshalb bemerkt er nichts von diesen Vorgängen.


Allerdings bekommt er morgens und tags die Auswirkungen zu spüren. Die mehrere Hundert Male vorkommenden Weckreaktionen verhindern einen ruhigen und normalen Schlaf. Dadurch wird viel zu wenig Tiefschlaf und REM-Schlaf erreicht, der Schlaf ist deshalb nicht erholsam. Der Kranke fühlt sich morgens nicht ausgeschlafen, hat oft nach dem Aufstehen Kopfschmerzen oder einen trockenen Mund und Rachen, er ist tagsüber immer in Gefahr einzuschlafen, vor allem bei monotonen Tätigkeiten mit wenig Ablenkung wie Autofahren, Lesen, Konferenzen, Arbeit am PC usw.


Weitere Folgen sind Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit und Stimmungsprobleme wie Depression oder Gereiztheit. Libido- und Potenzstörungen werden beobachtet, außerdem Schwitzen oder häufiges Wasserlassen in der Nacht.


Neben diesen vom Betroffenen mehr oder weniger stark wahrgenommenen Erscheinungen kommt es zu Risiken, die nicht subjektiv registriert werden. Die Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt steigt auf ein Vielfaches an, ebenso für Schlaganfälle. Häufige Begleiter der Schlafapnoe sind hoher Blutdruck, Herzrhythmusstörungen und Herzmuskelschwäche.


Diese Folgeerkrankungen sind schuld daran, dass Schlafapnoiker eine im Durchschnitt um mindestens zehn Jahre verkürzte Lebenserwartung haben.


Bei Erwachsenen liegt die Häufigkeit zwischen drei und zehn Prozent. Schlafapnoe gehört also zu den häufigsten Volkskrankheiten wie Diabetes oder Asthma. Ein großer Teil der Patienten mit Herz- und Kreislauferkrankungen leidet an Schlafapnoe in unterschiedlich starkem Ausmaß. Allerdings ist beim weitaus größten Teil der Betroffenen die Krankheit nicht erkannt.


Leider herrscht auch unter Ärzten noch immer großes Unwissen darüber. Gerne wird sie als "Modekrankheit" abgetan oder mit dem Schnarchen in einen Topf geworfen. Häufig sind es die Kranken selbst oder deren Partner, die nach Medienberichten einen ersten Verdacht schöpfen, weil sie bei sich oder Ihren Angehörigen entsprechende Symptome feststellen.


Die Atempausen können sich der Beobachtung aber auch völlig entziehen. Der Schläfer macht nämlich während seiner Atempausen weiter Atembewegungen mit seinem Brustkorb, die jedoch uneffektiv sind. Erst durch eine ambulante Untersuchung beim Schlafmediziner oder stationär im Schlaflabor wird das wahre Ausmaß der Atemstörung deutlich.

 

Kontakt Info

Online-Dienstleistungen bei Schlafstörungen GbR
Dr. Wolfgang Randelshofer,
Philip Parsons

Am Kurpark 1
79189 Bad Krozingen

Tel.: 07633 / 91290
Fax: 07633 / 912922

PayPal Acceptance Mark
website security