| Motorische Störungen |
Restless Legs und periodische BewegungenTypische Beschwerden der „unruhigen Beine“ sind Missempfindungen in Füssen oder Beinen, seltener auch in den Armen und im ganzen Körper. Die Betroffenen spüren Kribbeln, Ziehen oder Schmerzen. Die Beschwerden verstärken sich im Laufe des Tages und sind am schlimmsten abends im Bett, oft auch nachts beim Erwachen oder tagsüber bei ruhigem Sitzen z.B. in einem Kino oder Wartezimmer. Man spürt das Bedürfnis die Beine zu reiben oder massieren, der Drang aufzustehen und herumzulaufen kann unerträglich stark sein. Dadurch bessern sich die Beschwerden normalerweise vorübergehend, aber auch durch Abkühlen. Viele Betroffene können wegen der Wärme die Füsse nicht unter der Bettdecke halten oder müssen die Beine kalt duschen. In vielen Fällen sind die unruhigen Beine verbunden mit nächtlichen periodischen Beinbewegungen. Dabei spannen sich in bestimmten Schlafstadien die Muskeln der Füsse oder Beine im Abstand von 20 bis 40 Sekunden für jeweils einige Sekunden an. Der Schläfer bemerkt davon nichts, weil sich das im Schlaf abspielt. In manchen Fällen verursacht die Muskelanspannung Bewegungen der Füsse, Beine oder Arme, die in Einzelfällen sehr stark sein können und dann auch vom Bettpartner wahrgenommen werden. Bei einem kleinen Teil der Betroffenen liegen Auslöser für die unruhigen Beine vor:
Wenn nicht ein behandelbarer Eisenmangel oder ein Nierenschaden vorliegt, können sowohl die unruhigen Beine als auch die nächtlichen periodischen Beinbewegungen mit Medikamenten behandelt werden. In einigen Fällen reicht hochdosiertes Magnesium aus. Meist muss aber mit speziellen Medikamenten behandelt werden. Die meisten davon sind Mittel, die eigentlich zur Behandlung der Parkinsonkrankheit entwickelt wurden. Das liegt daran, dass in beiden Fällen ein bestimmter Überträgerstoff im Nervensystem zu wenig vorhanden ist, das Dopamin. Bei der Parkinsonkrankheit besteht der Mangel in einem bestimmten Teil des Gehirnes, bei den Restless Legs und bei den nächtlichen periodischen Beinbewegungen in den Nerven in den Beinen. Ein synthetisches Dopamin, das L-Dopa, oder Stoffe, die die Freisetzung von Dopamin im Körper fördern, helfen meist recht gut. Allerdings muss das passende Medikament und die optimale Dosis oft in mehreren Versuchen gefunden werden. Wenn die genannten Medikamente versagen, werden weitere eingesetzt, die sonst bei anderen neurologischen Erkrankungen gegeben werden. Am meisten Erfahrung mit der Behandlung haben Schlafmediziner. Auch Neurologen können entsprechende Medikamente verordnen und ausserdem andere Erkrankungen wie z.B. ein Polyneuropathie ausschliessen, die ähnliche Beschwerden verursachen können. |






