| Parasomnien |
Wenn im Schlaf "komische Sachen" passierenZu den sogenannten Parasomnien zählen so unterschiedliche Störungen wie:
Alpträume:
Jeder Mensch träumt gelegentlich schlecht. Wenn Alpträume aber häufig auftreten, können sie die Schlafqualität massiv beeinträchtigen. Auslöser können aktuelle Ereignisse und Belastungen sein. Häufig träumen aber Menschen auch dann schlecht, wenn in der Gegenwart oder vor kurzem keine belastenden Situationen bestehen. Meist stecken dann traumatische Erlebnisse in der Kindheit dahinter, die nicht immer bewusst erinnert werden. In solchen Situationen kann eine Psychotherapie hilfreich sein. Zur momentanen Entlastung können vorübergehend auch bestimmte Medikamente genommen werden, die den REM-Schlaf, in dem überwiegend geträumt wird, unterdrücken. zum Anfang Pavor nocturnus:
Auf den ersten Blick ähnelt Pavor nocturnus (lateinisch für „nächtlicher Schrecken“) den Alpträumen. Hierbei erlebt der Betroffene äusserst beängstigende Situationen, ist verwirrt, begeht im Schlaf automatische Handlungen, kann nur schwer erweckt werden und kann sich oft nicht mehr an die nächtlichen Ereignisse erinnern. Pavor nocturnus kann ausgelöst werden durch Schlafmangel, Alkohol, Fieber, Stress und bestimmte Medikamente. Er tritt meist in der ersten Nachthälfte auf. zum Anfang Schlafwandeln:
Schlafwandeln kann ebenfalls durch diese Faktoren ausgelöst werden. Bei Kindern ist diese Störung relativ häufig, von 100 Erwachsenen leiden etwa vier daran. Leider gibt es die vielbeschworene „schlafwandlerische Sicherheit“ nicht. Es kommt im Gegenteil oft zu ernsthaften Verletzungen. Darum muss Schlafwandeln, wenn es häufiger auftritt, auch behandelt werden. Wichtig sind Vorsichtsmassnahmen wie Absperren von Fenstern und Türen. Bestimmte verhaltenstherapeutische Massnahmen wie Erwecken 30 – 60 Minuten vor dem üblichen Zeitpunkt, Entspannungstechniken, Schlaf tagsüber zum Abbau von Tiefschlaf usw. können helfen. In bestimmten Fällen werden Medikamente eingesetzt. zum Anfang Zähneknirschen:
Zähneknirschen ist nicht gefährlich, kann aber Kopf- und Kiefergelenkschmerzen verursachen und die Zähne erheblich schädigen. Helfen können Entspannungstechniken und vom Zahnarzt angefertigte Zahnschienen, die nachts getragen werden und die Abnutzung der Zähne und die Belastung der Kiefergelenke vermindern. zum Anfang Schlaflähmung:
Bei der Schlaflähmung kann sich der Betroffene für eine gewisse Zeit nicht bewegen, wenn er nachts erwacht. Dies kann beängstigend sein, ist aber ungefährlich. Wichtig ist, dass eine Narkolepsie ausgeschlossen wird, bei der neben weiteren Beschwerden ähnliche nächtliche Lähmungen auftreten können. zum Anfang Sprechen im Schlaf: Bettnässen:
Bettnässen tritt überwiegend bei Kindern auf und weist auf psychische Belastungen hin. Bei Erwachsenen kann neben psychischen Auffälligkeiten in manchen Fällen auch ein körperliches Problem bestehen wie Erkrankungen der Niere oder Blase, aber auch eine Epilepsie. zum Anfang Verhaltensstörungen im REM-Schlaf:
Normalerweise ist im REM-Schlaf („Traumschlaf“) die Muskulatur völlig entspannt, so dass der Trauminhalt nicht ausgelebt werden kann. Bei Verhaltensstörungen im REM-Schlaf kommt es aber zu Bewegungen während Träumen, meist 80-90 Minuten nach dem Einschlafen oder in der zweiten Nachthälfte. Diese Episoden dauern meist weniger als eine Minute an. Der Schläfer ist durch Verletzungen gefährdet. Ausserdem wird der Schlaf dadurch unterbrochen, der Erholungseffekt des Schlafes lässt nach. Während dieser Phasen kann der betroffene leicht geweckt werden, er ist danach nicht verwirrt und kann sich an den Traum erinnern. Meist sind Männer um die 60 Jahre betroffen. In manchen Fällen ist eine REM-Schlaf-Verhaltensstörung ein erstes Anzeichen für eine Parkinson-Krankheit oder andere neurologische Erkrankungen. Manche Medikamente können ebenfalls Auslöser sein. |







